Andere Namen: Sweet Kombu, Devil's Apron, Neptune's Belt, Sukkertare
Zuckertang hat leicht erkennbare, gewellte Ränder und eine alligatorartige Textur. Diese Braunalge ist dick, goldfarben und ihre Wedel erreichen schnell eine Länge von bis zu vier Metern. Zuckertang bevorzugt kälteres Wasser und verdankt seinen Namen dem hohen Gehalt an dem natürlichen Zucker Mannitol. Beim Trocknen der Tangwedel kristallisiert das Mannitol zu einem sichtbaren weißen Pulver an der Oberfläche. Dieses Pulver ist kein Zeichen für weißen Schimmel, sondern ein Qualitätsmerkmal von Zuckertang.
Zuckertang (oder süßer Kombu) ist eine der am häufigsten verwendeten Algenarten in der japanischen und chinesischen Küche. Er wird in dieser Region weit verbreitet angebaut und konsumiert und erfreut sich auch in westlichen Küchen zunehmender Beliebtheit. Kombu ist eine hervorragende natürliche Nährstoffquelle, reich an Umami-Geschmack, relativ preiswert und nach dem Öffnen etwa ein Jahr haltbar.
Zuckertang wächst im Winter und Frühling rasant, mit Wachstumsraten von 1 bis 4cm pro Tag. Im Sommer verlangsamt sich das Wachstum oder kommt sogar ganz zum Erliegen. Dieses saisonale Wachstumsmuster hinterlässt Einkerbungen an den Wedeln, anhand derer das Alter der Pflanze bestimmt werden kann. Wie Nori wird auch Zuckertang in großem Umfang angebaut und wächst an Seilen, die im Meer gespannt sind. Die Wedel des Zuckertangs wachsen nach dem Abschneiden nach, sodass Tangzüchter von ein und demselben Setzling mehrere Ernten pro Jahr erzielen können. Dies macht Zuckertang zu einer wirtschaftlich attraktiven Kulturpflanze.
Wie der Fingertang ist auch der Zuckertang von Natur aus reich an Jod und hat einen kräftigen, mineralischen Geschmack. Durch die ausgewogene Mischung aus salzigen und süßen Aromen eignet er sich hervorragend für Brühen und Schmorgerichte – schon ein einziges Stück im Topf verleiht diesen Geschmack und Nährstoffe.
Die dicken, breiten Blätter des Zuckertangs eignen sich hervorragend zum Einwickeln und Dämpfen von Fleisch und Fisch. Vor der Verwendung empfehlen wir, den Tang über Nacht in kaltem Wasser einzuweichen. Dadurch wird die durch die Reaktion des Mannitols mit Wasser entstehende Schleimigkeit reduziert und die Konsistenz angenehmer. Nach dem Einweichen den Tang sorgfältig abspülen und entweder fein schneiden, um ihn als knackiges Meeresgemüse zu verwenden, oder etwa 15 Minuten in heißem Wasser köcheln lassen, um ein weicheres, blättriges Ergebnis zu erzielen.
Durch 30-sekündiges Blanchieren von Seetang kann der Jodgehalt um bis zu 90% reduziert werden.
Nori hat einen milden, aber angenehmen Geschmack, der an Muscheln, Austern und Oliven erinnert. Es harmoniert hervorragend mit Zutaten wie Sojasauce, Sesamöl, Ingwer und Mirin. Gebraten oder im Ofen geröstet, entwickelt es einen salzigen, nussigen Geschmack und nimmt eine tiefgrüne Farbe an. Seine knusprige Textur macht es zu einer fantastischen Garnierung. Man kann es aber auch in Dressings und Marinaden einweichen lassen, um eine weichere Konsistenz zu erhalten, die sich besser für Salate, Suppen und Sandwiches eignet. Wie alle Algen ist Nori reich an natürlich vorkommenden Mononatriumglutamaten, die den Umami-Geschmack auslösen und die anderen Zutaten auf dem Teller hervorheben. In Blattform ist Nori ein wichtiger Bestandteil vieler Sushi-Gerichte und schmeckt auch pur hervorragend als Snack.
Nährwertprofil
- Vitamin A (wichtig für Sehvermögen und Wachstum)
- Nickel (fördert die Hormonaktivität und regt den Stoffwechsel an)
- Zink (zum Aufbau von Proteinen und zur Heilung von geschädigtem Gewebe)
- Kupfer (hilft bei der Bildung und dem Erhalt von Bindegewebe und Blutgefäßen)
- Vitamin K (hilft bei der Blutgerinnung und dem Aufbau von gesundem Knochengewebe)
- Magnesium (unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion sowie die Energieproduktion)
- Kalium (notwendig für eine ausreichende Zellhydratation)
- Kalzium (für gesunde Knochen und Zähne)
- Protein (zur Zellreparatur und -regeneration)
- Folsäure (hilft dem Körper, gesunde rote Blutkörperchen zu bilden)
- Jod (unerlässlich für eine gesunde Gehirn- und Schilddrüsenfunktion)
Der genaue Nährstoffgehalt von Algen hängt von der Erntezeit und dem Ernteort ab. Algen nehmen Spurenelemente aus ihrer Umgebung sehr effektiv auf. Deshalb ist es wichtig, essbare Algen aus Gebieten mit bekanntermaßen hoher Wasserqualität zu beziehen. Mehr über unsere Algen-Erntegebiete erfahren Sie hier .
Rezepte mit Zuckertang
Süßer Kombu eignet sich hervorragend für Desserts, weshalb wir diese Rezepte für Karottenkuchen und Schokoladenkekse lieben, die beide mit Zucker-Kombu zubereitet werden. Das feste, knackige Blatt passt auch hervorragend zu Krautsalat und ist eine tolle Beilage für Picknicks und Grillabende.
Karottenkuchen mit Sugar Kelb